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PV im Vatikan

Auf dem Dach der Päpstlichen Audienzhalle „Aula Paolo VI.“ ist am Mittwoch eine Photovoltaik-Anlage in Betrieb genommen worden. EUROSOLAR-Präsident Hermann Scheer, der vom Vatikan eingeladen worden war, bei dem Festakt eine Rede zu halten, nannte die Architektur „ein gelungenes Beispiel dafür, wie eine neuzeitliche technische Anlage mit historischen Gebäuden in perfekte Harmonie gebracht werden kann“.

Für das von Professor Livio de Santoli (Universität Rom) entworfene, von dem Bonner Unternehmen Solarworld als Schenkung gelieferte Solardach erhält der Vatikan in diesem Jahr einen der jährlich von der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V. verliehenen Europäischen Solarpreise. Sie werden am 3. Dezember in Berlin vergeben. Den Preis für den Vatikan wird der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset, entgegennehmen.

Das Photovoltaikdach auf der Päpstlichen Audienzhalle in der Umgebung des Petersdoms hat die Größe eines Fußballfeldes, besteht aus mehr als 2.000 in Freiberg (Sachsen) gefertigten Modulen und liefert jährlich 300.000 Kilowattstunden Strom. Der Vatikan beabsichtigt, die Förderung Erneuerbarer Energien zu einer Schwerpunktaufgabe zu machen und wertet die Verleihung des Europäischen Solarpreises als weltweites demonstratives Signal. Radio Vatikan meldete, der Vatikan wolle „als erster Staat der Welt emissionsfrei werden“.

Quelle: Eurosolar e.V.

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