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Solux e.V. - Solarleuchten

Eine solare Minileuchte versorgt Menschen aus Entwicklungsländern mit Licht. Auf Hausdächern sind kleine Module befestigt, die tagsüber elektrische Energie erzeugen und diese sofort in den Akkus der Leuchte speichern: Die SOLUX-Lösung hat der gleichnamige Verein diese Methode zur Lichtversorgung von Dritte Welt Ländern genannt.

Über Deutschland liegt eine dicke Wolkendecke. Regentropfen prasseln, der Himmel verdunkelt sich, ich verkrieche mich in meine schützende Wohnung. Licht muss her: Ein Knopfdruck und die 60 Watt Glühbirne erleuchtet den Raum.

Beim strahlenden Lampenschein und erwärmender südamerikanischer Musik fange ich an zu träumen: Einen hellen, warmen und bis spät in die Nacht sonnenerfüllten Traum von Bolivien, Namibia, Indonesien oder Peru: Hauptsache Süden, Hauptsache Sonne.

Doch mein süßer Traum zerplatzt, als ich folgendes herausfinde: während ich im Hochsommer noch spät abends in der Dämmerung durch die Fußgängerzone flanieren kann und in Schweden die Mittsommernacht gefeiert wird, in der es gar keine Dunkelheit gibt, wird es in Bolivien, Namibia und den anderen Sonnenländern des Südens schlagartig Nacht. Mein Abendbrot um 18 Uhr müsste ich dort regelmäßig im Schein der energiefressenden Petroleumlampe einnehmen. Energie können sich viele Menschen in Deutschland kaum leisten. Wie sollen dann südamerikanische, asiatische oder afrikanische Familien dieses Problem bewältigen? Erst in den kühlen aber auch finsteren Abendstunden, wenn die brennende Sonne und die heiße Luft verschwunden sind, kehrt genug Energie in die Körper dieser Menschen, um produktiver Arbeit nachgehen zu können.

Ein Knopfdruck und die 60 Watt Glühbirne erleuchtet den Raum: Diesen Traum vom immerwährenden Licht träumen auch Bewohner, die direkt am Äquator leben.

SOLUX will diesen Mensch Licht geben: 24.000 Leuchtsysteme hat der gemeinnützige aus München in den vergangenen Jahren in die Länder der Dritten Welt geliefert und montiert. Die Idee ist so einfach wie wirksam. Auch in Zukunft besteht kaum eine Chance, flächendeckende elektrische Netze in den ärmeren Ländern der Welt zu errichten. Doch die solarbetriebenen Leuchtsysteme sind individuell einsetzbar und garantieren der Bevölkerung eine umweltschonende und energiesparende Lichtversorgung. Die regenerative Solarenergie sorgt somit für nachhaltiges Wirtschaften. Diese nachhaltige Wirtschaft bringt den Menschen nicht nur Licht aus Solarenergie, sondern auch wertvolles technisches Wissen und neue Arbeitsplätze. Der Verein SOLUX, der aus der Ludwig Bölkow Stiftung entstanden ist, baut in den Entwicklungsländern Werkstätten auf, die nach Anleitung von Spezialisten Wartung und Vertrieb der Leuchten selbst übernehmen. So stärkt der Verein das Selbstbewusstsein und die technische Kompetenz der Bevölkerung. Eigens für die Bedingungen dieser Länder entwickelte SOLUX besonders robuste, spritzwasserfeste und stoßfeste Anlagen.

Der gemeinnützige Verein nimmt gerne ehrenamtliche Mitarbeiter auf, die an der Weiterentwicklung und Verbreitung der entwicklungspolitischen Ziele mitarbeiten wollen. Auch Spender und Förderer werden ständig benötigt, um den Lebensstandard von Familien aus Afrika, Asien und Südamerika zu verbessern. Alle weiteren Informationen erhalten Sie unter www.solux.org

 

Eva Klassen

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